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1 jul 2026
Kalle frisst Kot: ein Fall von Koprophagie beim Hund

Kotfressen – eine unappetitliche Angewohnheit, die viele Besitzer lieber nicht mit ihrem Hund in Verbindung bringen. Erst recht, wenn der treue Vierbeiner ihnen fünf Minuten später genüsslich übers Gesicht leckt.

Spricht ein Besitzer dieses Verhalten in der Sprechstunde an, lohnt es sich – neben allen möglichen Verhaltenstipps – auch die Fütterung des betreffenden Hundes genau unter die Lupe zu nehmen. Wie sinnvoll das sein kann, zeigt der folgende Fall von Kalle sehr deutlich.

Kalle, ein freundlicher Labrador mit 36 kg und etwas zu viel auf den Rippen, hatte vor Kurzem angefangen, Kot zu fressen. Er bekam von seinem Besitzer ein hochwertiges Premium-Erhaltungsfutter für große Rassen – allerdings 20 % weniger als die Empfehlung auf dem Sack, weil er sonst noch schwerer wurde.

Es wurde beschlossen, eine Rationsanalyse mit FeedWise durchzuführen – und schnell wurde sichtbar, was geschah: Durch die reduzierte Tagesration erhielt Kalle nicht nur weniger Energie, sondern auch weniger Nährstoffe. Seine Proteinaufnahme lag bei dieser Menge unter der empfohlenen Menge.

Innerhalb derselben Marke wurde anschließend die Eignung der Neutered-Variante geprüft. Dank der geringeren Energiedichte dieser Variante und der höheren Proteingehalte durfte Kalle mehr fressen – und nahm deutlich mehr Protein auf.

Und bemerkenswert: Das Kotfressen hörte auf, schon innerhalb weniger Tage.

Beweist das zweifelsfrei, dass eine suboptimale Proteinaufnahme DIE Ursache war? Nicht direkt – das neue Futter enthielt auch mehr Rohfaser und weniger Fett. Aber eine derart niedrige Proteinaufnahme, oder Protein von geringer Qualität, kann theoretisch durchaus ein Anreiz für einen Hund sein, sich zusätzliches Protein zu suchen. Und wo steckt noch viel Restprotein? Richtig: im Kot.

Die Moral dieses Falls: Bei einem solchen Verhalten lohnt es sich, auch die Fütterung unter die Lupe zu nehmen. Erhält das Tier mit der täglichen Futtermenge ausreichend Nährstoffe?

Genau dabei kann FeedWise Sie unterstützen. Und Sie werden staunen, wie oft es noch optimaler geht.

Es geht eben nicht nur darum, was Sie füttern, sondern auch wie viel Sie füttern – und ob diese Menge den Nährstoffbedarf tatsächlich deckt.

Denken Sie bei Koprophagie standardmäßig auch an die Fütterung?